Oberschöneweide, direkt an der Spree gelegen, entwickelte sich zu einem gründerzeitlichen Industriegebiet von europäischem Rang. AEG und Rathenau ist es zu verdanken, dass dort der damals weltweit größte Standort der Elektrotechnik entstand.

1897 wurde hier das erste Drehstrom-Kraftwerk Deutschlands (Kraftwerk Oberspree) durch AEG gebaut. Fast zeitgleich nahm das Kabelwerk Oberspree (KWO) seinen Betrieb auf. Die technischen Entwicklungen und die Nachfrage nach den neuen Produkten überschlugen sich. AEG ließ innerhalb kurzer Zeit diverse Hallen und Stockwerksfabriken errichten, die unterschiedliche Arten der Fabrikation ermöglichten.

Ab 1920 begann die Produktion von Hochspannungs- und Stromverteilungsanlagen. 1921 erwarb die AEG das Gelände Wilhelminenhofstraße 83-85, welches bis dahin von der Deutschen Niles-Werkzeugmaschinenfabrik genutzt worden war. AEG siedelte dort die Transformatorenfabrik (AEG-TRO) an. Das Werk belieferte Kraftwerke und Elektrizitätsgesellschaften in der ganzen Welt.